Im Aufbau

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Methodik

Wie die Werte entstehen

Raster statt Adresse

Jede Ortschaft wird über eine repräsentative Koordinate einer gültigen Klima-Rasterzelle zugeordnet. Die angezeigten Werte sind keine Stations- oder Adressmessungen. Kleinräumige Effekte wie Bebauung, Gelände oder urbane Hitzeinseln können nur begrenzt abgebildet werden.

Die Höhe ü. M. im Ortskopf ist das mittlere Geländeniveau der Rasterzelle (Digitales Terrainmodell swissALTIRegio, 10 m, swisstopo) und keine Messung an der Ortschaft selbst.

Vollständige Jahre

Die mittlere Jahrestemperatur stammt direkt aus dem offiziellen MeteoSchweiz-Jahresprodukt TabsY am zugeordneten Rasterpunkt. Sommertage zählen Tmax ab 25 °C, Hitzetage ab 30 °C und sehr heisse Tage ab 35 °C, berechnet aus den täglichen Maximumtemperaturen. Die Grenzwerte sind inklusive. Ein Jahreswert wird nur veröffentlicht, wenn der TabsY-Wert vorliegt und alle Kalendertage der Maximumtemperatur vollständig sind.

Perioden und Trend

Periodenwerte sind Mittelwerte gleich gewichteter Jahreswerte. Die Standardperioden 1971-1995 und 2001-2025 umfassen je 25 Jahre und überlappen sich nicht. Die Jahre 1996-2000 liegen dazwischen und bleiben in allen Jahresgrafiken sichtbar. Der lineare Trend ist ein Einordnungswert und keine Prognose: Rasterdaten der frühen Jahre können wegen Veränderungen im Stationsnetz methodisch unschärfer sein, deshalb ersetzt der Trend nicht den Periodenvergleich.

Langfristreihe seit 1864

Die Langfrist-Ansicht beruht nicht auf Rasterdaten, sondern auf zwei unabhängigen homogenisierten Produkten von MeteoSchweiz: den Stationen des Klimanetzwerks Swiss NBCN (14 Stationen mit Monatsmittel der Temperatur ab 1864 oder früher) und dem flächengewichteten Schweizer Temperaturmittel (Methode Begert & Frei 2018) für die Gesamtschweiz und drei Höhenregionen.

Jeder Ortschaft wird eine einzige Langzeitstation zugeordnet: die nächstgelegene unter den kuratiert gepflegten Kandidaten ihres Kantons. Die Station misst an ihrem Standort – ihre Werte gelten daher nicht für die Rasterzelle des Ortes, sondern zeigen die langfristige Entwicklung der Region. Entfernung und Kennzeichnung erscheinen auf der Ortsseite. Ohne tragbare Stationsnähe wird eine flächenhafte Regionalreihe als «Regionalreihe» ausgewiesen.

Anomalien beziehen sich auf das Mittel 1864-1900 («vor der Industrialisierung»); das angegebene Delta vergleicht den Mittelwert 2001-2025 mit dieser Basis. Basen verschiedener Reihen (Station, Region, Schweiz) sind nicht direkt vergleichbar. Messnetz-Umstellungen im Lauf von über 150 Jahren korrigiert die Homogenisierung; verbleibende Unsicherheiten, insbesondere bei vorläufig korrigierten Inhomogenitäten, sind dokumentiert bei MeteoSchweiz. Langfristunterschiede sind mit Rasterwerten der Ortsseite nicht zu kombinieren.